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  Venezuela

Dies ist eines der Länder, in denen der Kakao in seiner voraussichtlich langsamen Verbreitung von den Amazonasregionen nach Zentralamerika zuerst Einzug gehalten hat.

Drei Regionen benutzen die Appellation "Kakao aus Venezuela":
Die Region bei Caracas - Barlovento, wo die Sorte Carenero angebaut wird,
die Region Baria, wo die Kakaosorte Rio Caribe angebaut wird,
und die Region Sur del Lago (el lago de Maracaïbo), wo der angebaute Kakao Sur del Lago genannt wird.

Die Gesamtproduktion Venezuelas kann auf rund 16.000 t für eine Anbaufläche von ungefähr 33.000 ha geschätzt werden. Pro Hektar werden 800 Kakaobäume angepflanzt. Rund 15.000 Familien leben vom Kakaoanbau.

In Venezuela wird zwei Mal jährlich geerntet. Die wichtigste Ernte (60 bis 65 %) findet von November bis Januar statt. Die zweite, kleinere Ernte von Mai bis Juli (35 bis 40%).

Was hier von besonderem Interesse ist, ist die große Artenvielfalt von Criollo-Bäumen, d.h. Sorten, deren Bohneninneres weiß ist.
Die Reinheit, d.h. die mehr oder weniger markante Hybridstufe des Forastero (oder Amazonica, wie er manchmal genannt wird), ist von einem Typ Criollo zum anderen unterschiedlich.

Die Sorte Guasaré (s. Abbildung) soll am reinsten sein (96 %).
Die Einheimischen nennen ihn manchmal den Vater des Porcelana.
Diese Criollo-Sorte hat eine Reinheit von 92 %.
Der Porcelana ist in drei Sorten unterteilt: gelb, rot und grün.


Guasaré


Porcelana



Die Sorte Ocumaré hat eine Reinheit von 89 %.
Wir haben drei Sorten des Ocumaré gesehen. Der Ocumaré 77 (s. Abbildung), der Ocumaré 67 und der Ocumaré 61 (s. Abbildung).
Insgesamt wurden über 100 Sorten gezählt, weshalb sie allesamt nummeriert sind.

Ocumaré 77


Ocumaré 61



Ocumaré 61

Wir haben auch den Chuao (s. Foto) gesehen, wovon mehr als 25 Sorten bestehen sollen.




Ocumaré 61 / Chuao



Chuao

Außerden war der Canoabo vorzufinden (s. Foto).

 
Canoaba (Criollo)


In Venezuela sind jedoch vor allem Trinitario-Sorten anzutreffen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Rio Caribe.



Rio Caribe (Trinitario)

Die Bäume, die den Kakaobäumen den nötigen Schatten spenden, sind in der Region von Baria:
- der Mahagonibaum wegen seines wertvollen Holzes.
- die Bukare-Bäume. Hierunter findet man den Peonia mit seinen schönen Blüten und Schoten, die mit sehr harten, roten und schwarzen Körnern gefüllt sind, mit denen Halsketten angefertigt wurden.
- der "Jabillo", dessen Samen die Form eines Delfins hat. Dieser harte Teil wird poliert und von den Einheimischen als delfinförmige Dekoration verwendet.

Einer der Bauern, den wir vor Ort angetroffen haben, erklärte uns, dass man den Criollo-Baum an seinen samtartigen Zweigspitzen erkennt. Die Blüte des Criollos ist weiß-grünlich.
Die Blüte des Trinitario ist eher rötlich.
Der Unterschied wird vor allem sichtbar, wenn man die Kakaobohnen aufschneidet. Die Criollo-Bohne ist weiß, die des Trinitario oder Forastero purpurfarben.
Das Interessante ist, dass gewisse Früchte beider Farben tragen. Dabei handelt es sich wohl um natürliche Hybride (s. Foto).

Hiernach noch einige Abbildungen über die Verarbeitung der Bohnen auf einer Hazienda in der Region von Carupano.




 
Mahogany


Bukare Peonia




Jabillo