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  Panama

Panama ist ein Land mit 75.000 km2, das zwischen Costa Rica und Kolumbien liegt und das es verdienen würde, nicht nur wegen des Panamakanals bekannt zu sein.

Es ist ein Land, in dem Touristen einen angenehmen Urlaub am Wasser verbringen können.

Doch dieses Land ist vor allem bezüglich der Rechte vorbildlich, die es den dort angesiedelten Ureinwohnern gewährt.

Es gibt derzeit 5 „Comarcas“, die gesetzlich anerkannt wurden:

  • Kuna Yala, die älteste. Sie stammt aus 1938.
  • Emberá de Darién, Kuna de Madungandi.

Ngöbe – Buglé und Kuna de Wargandi, die neueste aus 2000.

Außerdem wurden noch drei neue „Comarcas“ beantragt.
     Naso Tjërdi, Bribri, Dagargunyala.

Eine „Comarca“ ist ein Gebiet, das sämtlichen dort lebenden Indianern zugeteilt wird, damit sie nicht nur ihr Land, sondern auch ihre kulturelle Identität, ihre Lebensart und ihre soziale Struktur beibehalten können.

Im Rahmen eines urkundlichen Gemeinschaftsrechts für Böden, die sich außerhalb der „Comarcas“ befinden, gibt es außerdem 24 Emberá- und Wounaan-Territorien.

Wir waren in der „Comarca“ Kuna de Wargandi.

Der genaue Grund, warum wir an den Kunas von Panama interessiert sind, ist die erfolgte Untersuchung ihrer Lebensweise, ihrer Ernährung (vegetarisch und sehr viel Kakao), der sie einen ausgezeichneten BMI und einen sehr niedrigen Blutdruck verdanken.

Die Kunas sprechen „duk gaya“.

Ihre „Comarca“ umschließt 77.500 Hektar Land.
Sie wird von einem „Congreso general“ und von „Congresos locales“ geleitet.

Die „Caciques“ sind traditionell als Autoritäten bekannt, die die Dörfer bei den öffentlichen Behörden vertreten.

Die Hauptfunktion der „Congresos“ besteht darin, die Kultur, die Traditionen, die Sprache und die Integrität der Einwohner zu stärken, zu entwickeln, zu wahren und zu schützen.

Die intensive Forstwirtschaft ist verboten, genau wie alle Aktivitäten, welche die Artenvielfalt und den Erhalt der natürlichen Ressourcen der Region in Gefahr bringen.

Die Kuna haben einen sehr engen Bezug zum Wald.

Der „Galu“ ist ein heiliger Ort, für gemein Sterbliche unsichtbar, im Wald, auf dem Meeresgrund oder unter der Erde gelegen, in der Form eines großen gesicherten Hauses, das von verschiedenen Geistern bewohnt wird: den guten, den schlechten, von Toten, von Tieren. Sie regeln die Natur, das Leben und das Verhalten der Menschen im Einklang mit der zwischen dem Menschen und der übernatürlichen Welt bestehenden Beziehung.

Für die Kuna ist der Wald wie ihr Supermarkt, ihre Apotheke und ihr Laden für Waren des täglichen Bedarfs.

Die „Sailas“ oder „Sahilas“ sind die Weisen, die Gelehrten.
Die „Absoged“ sind die Sänger medizinischer Gesänge, die Mediziner.
Die „Argarkan“ sind die Mitarbeiter des „Sahila“.
Die „Sualibegan“ sind die Polizisten.

Um „Cacique“ zu werden, muss man:

  • Die Geschichte und Traditionen der Kuna kennen.
  • Über 45 Jahre alt sein.
  • Ein geborener Kuna sein.
  • Keine Straftaten begangen haben.
  • Seit 5 Jahren in der „Comarca“ leben.
  • Von der Gemeinschaft vorgestellt worden sein.
  • In der Gemeinschaft moralisches und soziales Ansehen genießen.
  • Kuna sprechen.
  • Die Fähigkeit haben, öffentlich zu sprechen.

Unsere Politiker könnten sich ein Beispiel daran nehmen.

Der „Congreso local“ ist die Versammlung des Volkes unter der Autorität und Führung des „Sahila“. Diese Organisation ist sozialer, religiöser, politischer und behördlicher Ausrichtung, wobei die Angelegenheiten der Gemeinschaft behandelt und die Götter angerufen werden.

Bei den KUNA in Panama.

Die Kuna sind ein hiesiges Indianervolk, das heute auf den Inseln San Blas und nahe der aus dem bergigen Wald kommenden Flüsse der Region von Kuna Wargandi lebt.

Zuerst wurden sie von den Spaniern von Kolumbien nach Panama und dann von den Emberá-Indianern zu den Inseln und Bergen Panamas verdrängt. Es gibt übrigens heute in der Region, wo die Emberás leben, recht viele Dörfer, deren Namen von den Kuna stammen.

Nach 3,5 Stunden Fahrt mit dem Wagen von Panama City und 4 Stunden auf Pferdesrücken sahen wir schließlich unten im Tal das Kuna Dorf.
Eine Ansammlung von mit Ästen gezimmerten Häusern, deren Dächer mit Palmenblättern bedeckt waren.

Sehr schnell befanden wir uns in einer ganz anderen Welt und vollständig in eine noch sehr spartanische Lebensart eingetaucht, sehr Naturnahe und von Kakao geprägt.

Die Männer und Frauen sind ziemlich klein. Die Frauen sind traditionell und sehr bunt gekleidet und tragen etwas Goldschmuck, worunter auch einen Nasenring.
Die Frauen sehen sehr typisch aus und sind allgemein sehr hübsch. Sie tragen das Haar kurz.

Die Nahrung ist nicht sehr abwechslungsreich und kann als vegetarisch bezeichnet werden.
Außer einigen Hühnern keine Kühe, keine Ziegen oder Schafe und auch keine Pferde.

Die Kuna gehen sehr viel zu Fuß, sie sind so schnell wie ein Pferd im Schritt.
Sie schrecken nicht vor Entfernungen zurück.

Die Mahlzeiten bestehen aus Maniok, Bananen, Mais und Kakao.

Dieser wird erhalten, indem die Kakaofrüchte von den Bäumen geerntet werden, die zwischen Bananen, Maniok und anderen Pflanzen stehen.

Der getrocknete und geröstete Kakao wird als Getränk verwendet, mit Wasser und manchmal mit Bananen vermischt, oder als Nahrung, vermischt mit Mais und Banane.

Mit altüberlieferten Techniken gelingt es ihnen, die Kakaobutter von den festen Substanzen zu trennen.
Diese bilden eine schwarze Masse im Topf und werden dann mit der Nahrung vermischt.

Die Kakaobutter wird mit „Achiote“ (Orleanstrauch) vermischt und von den Frauen verwendet, um sich das Gesicht zu schminken.

Vermengt mit „Mageb“, den grünen Blättern eines Bäumchens, ergibt dies einen Balsam, der auf Pickel aufgetragen wird.

Diese Produkte sind wertvoll, und die Kuna bewahren sie in einem kleinen Holzkasten auf, der mit einem Schlüssel abgeschlossen wird. Diesen tragen die Frauen um den Hals.

Der Kakao wird auch bei ihren Feiern und heiligen Ritualen verwendet.

Bei Geburten, Hochzeiten und Beerdigungen wird der Kakao verbrannt und der Rauch den Geistern geweiht. Bei diesen Gelegenheiten wird auch Kakao getrunken.

Eine besondere Zeremonie findet nach der Pubertät der Mädchen statt.
Danach können sie verheiratet werden. Ihr Haar wird kurz geschnitten und ein Fest organisiert.

Wenn jemand krank ist, werden die Götter und Geister gerufen und dabei Kakaobohnen verbrannt.

Wir hatten große und kleine Statuetten bemerkt, die aus Holz geschnitzt waren.

Sie werden von den „Sahilas“, den Weisen, den Priestern des Dorfes bei Zeremonien verwendet.

Sie sind es auch, die sich in der Mitte des großen Hauses, in dem der „Congreso“ stattfindet, in die Hängematten legen.
Die Besucher setzen sich daneben auf Bänke, genau wie die „Voceros“.

Diese „Voceros“ übersetzen die Gesänge der „Sahilas“ in normales Kuna, da sie in einer Sprache gesungen werden, die ihnen eigen ist, voller Metaphern, die ein durchschnittlicher Kuna nicht versteht. Der „Sahila“ lehrt den Kuna.

Er ist Moralist, ein wenig der Pfarrer der Gemeinde, er hilft und erteilt Auskünfte. Er sagt ihnen, wann Mais, Ananas oder Reis gesät oder geerntet werden muss.

Die Bewohner des Dorfes können sich entlang der Wände hinsetzen. Diese Zeremonie im „Sala del Congreso“ findet jeden Abend statt. Hier unterrichten die Weisen das Volk und sprechen Recht.

Unter den „Voceros“ stehen Gefäße mit Asche und Kakao, deren Rauch Wärme spendet, Moskitos verjagt und zu göttlichen Inspirationen verhilft.

Der Kuna teilt mit den anderen. Er darf auf Erden nicht reich werden.
Erst nach dem Leben, im Himmel, wird er ein wunderschönes Leben haben. 


Der tropische Regenwald



4 Stunden auf Pferdesrücken, um das Dorf Kuna zu erreichen



Das Dorf (150 Einwohner)



Der Fluss



Die Statuen angeflehter Götter



Kakaoschote



Eine Kuna-Frau



Das Kind und sein Wellensittich



Ein „Sahile“ oder Weiser, der sich aufmacht, um Heilpflanzen zu pflückten



Die Feststoffe des Kakaos



Kakaopaste und Kakaobutter



Kakaobutter, vermischt mit „Achiote“



Zubereitung des „Madun“



Der „Sala del Congreso“



Der Festsaal



Aufbewahrung der Urnen



Mit den Bewohnern des Dorfes





Mit Maximiliano, unserem Begleiter



Die Familie der Maximiliano



Heridania







Auf dem Rückweg


Sitten und Gebräuche bei der Verwendung von Kakao durch die Kuna-Indianer

Download hier (ppt 2,74 Mo)