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  Soconusco

Region im Südosten Mexikos, von den Azteken erobert.
Genau aus dieser Region kam der Kakao, der in großen Mengen von aztekischen Adeligen und Priestern verzehrt wurde.

Die Qualität des Kakaos von Soconusco war auch während der Zeit der Spanier berühmt.
Noch heute spricht man von „Cacao real“, dem königlichen Kakao.

Dabei musste es sich um Criollo handeln, der im Innern weiße Bohnen hat.

Dies wollte ich unbedingt vor Ort prüfen.

Soconusco ist ein Teil des mexikanischen Staates Chiapas, eine riesige Region, die im Norden nahe Palenque beginnt und im Süden an den Stränden des Pazifischen Ozeans endet.

Da Soconusco unweit des Meeres liegt erwartete ich einen ebenen und leicht zu bewirtschaftenden und zu besichtigenden Kakaoanbau. Weit gefehlt!
Denn viele der Plantagen liegen mitten in den Bergen, teils auch vermischt mit Parzellen, auf denen Kaffee angebaut wird.

Ein Besuch am frühen Morgen, wenn die Kaffeesträucher blühen, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Ein angenehmer Duft liegt in der Luft, es ist noch nicht zu heiß und die Grillen schlafen noch, ein prächtiger blauer Vogel fliegt über uns hinweg, und andere singen und zwitschern.

Unsere Gastgeber sprechen vom Ackerbau der Mayas in Terrassenform.

Der Boden ist mit Blumen oder „Chipilin“, „Hierba mora“ bedeckt.
Dann der Kakaobaum, der „Guanábana“, die Zitrussträucher.
Die Bananenstaude, dann der Avokadobaum.
Und noch höher der Sapote Mamaey, der Chico Zapote.
Und noch näher am Himmel der „Ceiba“, der „Guanacastle“

         Ceiba
         ______
         Sapote
         ________
         Bananenstaude
         _________
         Kakao
         _________
         Die Blüten

Der „Cacao real“ war weltweiten Preisschwankungen, Krankheiten und vor allem auch der Konkurrenz anderer Anbauprodukte ausgesetzt.

Während der Kakao lange Zeit das Produkt war, das die Region am Leben hielt, wurde er nach und nach durch den Anbau von Blumen, Mais, Bananen, Soja und Palmen und auch durch Wiesen, die für Vieh bestimmt waren, ersetzt.

Heute sind 40% der Fläche dem Viehbestand, 30% dem Mais, den Bananen, dem Soja- und Palmenanbau gewidmet, und 30% sind Wälder.

In der Region von Soconusco verbleiben ca. 14.000 ha für Kakao, mit einer schwachen Produktion pro Hektar.

Die Region verlor in wenigen Jahren nahezu 12.000 ha an Kakaoplantagen.

Und die Produktion ging in den erhalten gebliebenen Parzellen wegen „Monilla“ stark zurück.

Urvolk waren hier die Mokayas, die den Kakao vor 4.000 Jahren in würzigen Getränken verwendeten.

Danach kamen die Mayas, wie beispielsweise das Volk MAM, das maya-mam spricht.
         Wasser = há
         Warmes Wasser = shká

Kakao wird in den Getränken weiterhin verwendet.

Wir tranken:

  • Atole: Auf der Basis von gekochtem Mais, ohne Zucker, teils zusätzlich mit Chili und/oder Sapote
  • Pinole: Auf der Basis von geröstetem Mais, gemahlen, süß
  • Pozol: nixtamalisierter Mais, gemahlen, Mischung zu geröstetem Kakao.
    Manche geben den Kern der Sapote-Frucht hinzu, geröstet.
  • Tascalate: Auf der Basis von gekochtem Mais, Kakao und Achiote mit Wasser oder mit Milch.

Die Namen der Dörfer stammen (in Nahuatl) aus der Zeit der aztekischen Vorherrschaft.

         Beispiel:     Huehuetán: altes Städtchen
                            Cacaotán: Kakaostädtchen
Eine der örtlichen Spezialitäten ist die „Michelada“, das ist eine Mischung aus Miesmuschelsaft, Zitronensaft, englischer Soße, Maggi-Soße, Chili und Bier.
Touristen wären somit gewarnt.

Wie auf den Fotos zu sehen sahen wir tatsächlich weiße Bohnen.
In manchen Fällen war die gesamte Kakaoschote weiß. Teils waren es jedoch nur einige Bohnen.

Dieser ursprüngliche Kakao mit der Bezeichnung „Cacao real“ ist es, der wieder in größeren Mengen erzeugt werden müsste.

Der Verein La Red Maya versucht dies, indem er

  • den Anbau des Criollo-Kakaos fördert
  • auf organische Weise
  • genau wie ein Maya-Anbau in Terrassen (treppenförmig)

Soconusco
Sonnenaufgang hinter Bananenstauden

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die Blüten des Kaffeestrauchs

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cacao real

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auf dem Weg zu einer Plantage

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Nahrung in Reichweite

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mundendes Getränk

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ein Farmer zeigt uns Kakaoschoten mit gemischten Samen

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Blumen und Palmen ersetzen den Kakao

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eine Pause am Straßenrand, Garnelencocktail bei 35 °C und „Michelada“ mit Muschelsaft

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Steintisch, auf dem das Feuer brennt

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Rösten von Mais zur Zubereitung der Pinole

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die Zubereitung von Atole und Pozol

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Tascalate mit Wasser und Milch

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IZAPA, die einzigen Ruinen in Mexiko, wo man Kakao finden kann