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1. Sankt Valentin
2. Die Osterwelt
3. Sankt Martin
4. Halloween
5. Heilige Nikolaus
6. Weihnachten
7. Drei Könige
8. Die Lichtmess

1. Sankt Valentin und seine Geschichte

Wann hat Sie Cupidos Pfeil zum letzten Mal getroffen?

Vor fünfzig, zwanzig, zehn Jahren oder sogar vor einem Jahr?
Wie dem auch sei, Sie wissen bestimmt, dass das Fest der Verliebten schon seit etlichen Jahren besteht. Natürlich hat sich dieses Fest mit der Zeit verändert, aber das Valentinsfest ist und bleibt auch heute noch ein besonderer Anlass dazu, einer Person, die einen besonderen Platz in unserem Herzen hat, aber auch unseren Freunden und Eltern, unsere besondere Liebe zu bekunden.
Auch wenn das Fest des Sankt Valentins heute Synonym ist für Freude und Liebe, so war dem nicht immer so, denn der arme Valentin hat damals sein Leben im Kampf für die Rechte der Liebenden lassen müssen.

Valentin war ein christlicher Priester, der in die Ungunst des römischen Kaisers Claudius II gefallen war, weil er in aller Heimlichkeit die Ehe von Soldaten segnete, obschon der Kaiser die Eheschließung verboten hatte. Er war der Meinung gewesen, dass der Soldatenberuf nicht mit einer Ehe zu vereinbaren war. Der Kaiser beschloss, Valentins Machenschaften auf blutige Weise ein Ende zu bereiten, und so wurde Valentin an einem 14. Februar irgendwann zwischen 268 und 273 nach Christus nach seiner Gefangenschaft enthauptet. Während er auf seine Hinrichtung wartete, machte er mit der Tochter des Gefängniswärters Bekanntschaft.
Sie war blind und zwischen ihr und Valentin, der ihr das Augenlicht wiederschenkte, entstand eine tiefe Freundschaft. Doch kurz bevor er gemartert wurde, schenkte er dem Mädchen herzförmige Blätter, die er "von deinem Valentin" zeichnete. Um seine Aufopferung im Namen der Liebe zu belohnen, wurde er später heilig gesprochen.

Zwei Jahrhunderte nach seiner Hinrichtung bestanden im europäischen Christentum immer noch mehrere heidnische Bräuche, wie u. a. das Fest zu Ehren von Lupercus (Synonym für ausgelassenes Festefeiern), welches am 15. Februar in Erinnerung an die römische Zeit stattfand. Dieses Fest war die Gelegenheit, Fruchtbarkeitsrituale zu feiern. Damit dieses Fest nicht in Vergessenheit geriet, wurde diese Praxis auf päpstlichen Befehl von der christlichen Kirche anerkannt und mit dem Fest von Valentin assoziiert, welcher hierdurch zum Beschützer aller Paare wurde. Erst im Jahre 1496 wurde Sankt Valentin auf Befehl des Papstes Alexander VI offiziell zum Schutzpatron aller Verliebten erklärt.

Bis heute nehmen Pärchen diese Gelegenheit wahr, um sich liebkosende Worte ins Ohr zu flüstern oder den Partner als Zeichen der gegenseitigen Liebe mit Blumen oder Schokolade zu beschenken, die immer noch Synonym für leidenschaftliche Gefühle sind.

2. Die Osterwelt

Woher kommt das Osterfest ?

Ostern war ursprünglich ein heidnisches Fest, also ein Fest, das von Ungläubigen gefeiert wurde. Ostern war ursprünglich ein Frühjahrsfest zu Ehren der Göttin des Lichts und des Frühlings: Eostre. Ostern findet am ersten Sonntag statt, der dem ersten vollständigen Frühlingsmonat folgt.

Dieses Fest wurde veranstaltet, um den Neubeginn des Lebens im Frühling zu feiern. Dies ist der Grund, warum die Symbole der Fruchtbarkeit wie der Hase und das Ei damit verbunden sind. Ostern ist also ursprünglich kein religiöses Fest. Später erhielt das Fest für Gläubige eine besondere Bedeutung als Ableitung von der ursprünglichen Bedeutung. Die christliche Bedeutung Osterns ist die Feier der Auferstehung Jesus Christus. Das Osterfest wird in nahezu allen Ländern der Welt gefeiert, doch die Art, wie es gefeiert wird, ist in jedem Land anders.

In England und Deutschland feiert man Easter bzw. Ostern, Namen, die sich auf Austro, die germanische Göttin des Frühlings beziehen. Der Triumph des Lichtes und des Lebens wird bei diesen Feiern in der Form von Freudenfeuern gefeiert. Außerdem nehmen die ungesäuerte Brote und die Eier einen wichtigen Platz bei den verschiedenen Ritualen ein.

Woher kommt das Osterei?


Alles begann in Persien und im alten Ägypten. Freunde und Familien schenkten sich bei der Tagundnachtgleiche geschmückte Eier als Zeichen für den Beginn eines neuen Jahres. Das Ei war ein echtes Symbol der Fruchtbarkeit, da man es als ein Wunder betrachtete, dass daraus etwas hervorkam. Für die aus dem Osten kommenden Christen hatte das Ei eine weitaus weniger hormonale Bedeutung. Für sie war das Grab wichtig, aus dem Jesus entkommen war. Auch sie liebten es, ihre Eier zu bemalen, besonders in rot. Die Farbe sollte das Blut von Christus darstellen. So konnten alle Gläubigen am neuen Leben von Christus teilnehmen. Es wird gesagt, dass die Tradition, die Eier zu verstecken, überall verbreitet ist.
Ostern ist untrennbar mit Eiern verbunden. Das Ei bildet dabei den Mittelpunkt, und dies schon seit sehr langer Zeit. Unsere germanischen Vorfahren feierten in dieser Zeit ihre Frühlingsfeste: das Ende des Winters, der Beginn der schönen Jahreszeit.
Es ist somit nicht erstaunlich, dass sie die Göttin der Fruchtbarkeit mit Opfergaben verehrten: Frigga. Sie war in der Form eines Vogels dargestellt: die Mutter des Eis. Nach den Opfergaben wurden Mahlzeiten mit Eiern, Broten und mit Eiern gekochtem Gebäck aufgetragen.

Der Anfang jeden Lebens

Das Ei war schon immer das Symbol des Anfangs jeden Lebens. Es ist daher nicht erstaunlich, dass das Ei in nahezu allen Ländern auch als ein Symbol der Fruchtbarkeit betrachtet und mit dem Frühlingsfest in Verbindung gebracht wird.

Das Ei ist in vielen alten Geschichten die Grundlage einer neuen Welt. In Indien sollen selbst der Himmel und die Erde aus einem Ei geschlüpft sein. Und in einer Erzählung von der japanischen Schöpfung waren ganz zu Beginn weder Himmel und Erde noch Eigelb und Eiweiß voneinander getrennt. Diesem Mythos zufolge kommt der Himmel vom hellen (weißen) und die Erde vom dunklen (gelben) Teil des Eis.

Obwohl Eier ursprünglich ein heidnisches Symbol sind und nichts mit dem Christentum zu tun haben, wurden sie im 4. Jahrhundert wohlweislich in die christliche Doktrin aufgenommen: es war das weiße Grab dargestellt, aus dem das Leben entsprang. Im 12. Jahrhundert wurde die Verwendung von Eiern im "Benedictio ovorum" bestätigt.

Zauberwirkung

Die presbyterianischen Schotten liebten keine Eier, denn ihnen zufolge waren sie ein Symbol der pontifikalen Verehrung. Anderswo wurden Eier als wohltuende Speisen betrachtet: sie wurden nach strikten Fastenwochen in den Kirchen gereicht. Diese geistliche Weihe verstärkte ihre Zauberkraft noch zusätzlich. Das Ei wurde dann schon bald zu einem Amulett mit einer besonderen Ausstrahlungskraft.

So entstanden zahlreiche Osterbräuche: Eier auflesen, aufschlagen, suchen und reichlich essen, in der Form von Broten und Gebäck, Keksen und Kuchen (vor allem in Amerika und England), Marzipan, Nugat, Zucker und natürlich Schokolade. Die Reste einer antiken Opfermahlzeit wurden in das ungesäuerte Brot eingebracht, wovon auch das ungesäuerte jüdische Brot abgeleitet wurde.

Die damaligen Bäcker und Konditoren folgten den überlieferten Bräuchen. Sie backten ungesäuertes Brot, Eier- und Blätterteiggebäck und Eierkekse. Die Schokoladenmeister bereiteten ihre Schokoladeneier vor, die Konfiseure ihr Marzipan und ihr Nugat, in verschiedenen Formen, unzähligen Mengen und mit tausend verschiedenen Verzierungen.

Der Osterhase

Die Niederlande bilden hierbei eine weltweite Ausnahme. Osterhasen sind auf der ganzen Welt zu finden. Nur die Holländer verwenden ein Kaninchen. Na ja, sie gehören zur selben Familie, oder?

Da Hasen schon seit langer Zeit ohne Erklärung kommen und gehen, lag der Vergleich mit den Erscheinungen der Wiederauferstehung von Christus nahe. Der La erste historische Hinweis auf den Osterhasen kommt aus Deutschland. Bereits in Schriften aus dem 16. Jahrhundert wird auf einen Hasen hingewiesen, der am Karfreitag rote Eier und in der Nacht vor dem ersten Ostertag bunte Eier legt.

Andere Symbole

Obwohl der Osterhase unumstritten das Königssymbol von Ostern ist, gibt es noch einige andere liebenswerte Geschöpfe. Das Küken beispielsweise gibt es schon genau so lange wie das Ei. Das Lamm ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Erscheinungsbild an Ostern. Vor allem werden Lamm + Küken + Hase gerne zusammen gesehen. Der Schmetterling ist weniger bekannt. Der sich aus der Raupe entpuppende Schmetterling hatte für die Christen eine große Ähnlichkeit mit der Auferstehung Jesus. Auch die Lilie gehört zum Osterfest. Diese zarte blütenweiße Blume ist hauptsächlich in antiken christlichen Kunstwerken zu finden.

Ostern und Nahrung


Wie Sie bereits lesen konnten muss es nicht immer Lamm sein. Zu dessen Glück wurden stets ungesäuerte Brote, Kekse und die Kuchen vorgezogen. Ungesäuertes Brot wird an Ostern bei weitem am meisten verzehrt, und dies von der neuen Welt bis hin ins Herzen Russlands. Die Russen essen die "Paska", die Deutschen den "Osterstollen" und die Polen die "Baba wielancona".

Das Osterfest

Bei den Christen der Antike stand das Osterfest unter dem Zeichen des Humors. Eine ganze Woche lang erzählten sich die Leute Witze, scherzten, es wurden zahlreiche Lämmer gebraten und man tanzte und sang bis spät in die Nacht. Tatsächlich wurde gefeiert, dass Christus den Teufel und das Übel an ihre Plätze verwiesen hatte.

Am Ostermontag wurden die Männer von den Frauen mit ein paar Tropfen Duftwasser zusammen mit den Worten geweckt, "dass nichts sie schwach machen könnte". Am folgenden Tag wurden sie erneut mit Duftwasser geweckt. Kleiner Unterschied: die Frauen konnten einen ganzen Wassereimer auf ihre Männer schütten.

Heute wird Ostern überall anders gefeiert. Es gibt zahlreiche Unterschiede je nach Land und oft auch nach Religion. Die Anhänger der östlichen orthodoxen Kirche feiern den ersten Ostertag noch ausgiebiger als ihre Vorfahren. Die lutherische Kirche in Schweden und Norwegen musste sich dagegen an bestimmte moderne Bräuche der Bevölkerung anpassen.
An Ostern fahren die meisten Leute zum Urlaub in die Berge. Einfallsreich wie sie sind errichteten die Anhänger der lutherischen Kirche einige Bergkirchen vor Ort.

Warum bringen die Glocken die Eier?

Die Tatsache, dass die Glocken die Eier bringen, liegt daran, dass sie ab dem Gründonnerstag nicht mehr läuten. Die Glocken können dann erst wieder am Ostersonntag läuten. Es wird erzählt, dass sie in der Zwischenzeit nach Rom gehen und mit den Eiern zurückkommen.

Warum findet Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum statt?

Das Osterdatum ist jedes Jahr etwas anders: Ostern ist frühestens am 22. März und spätestens am 25. April. Die Erklärung ist einfach: die Christen berechnen das Datum nach dem Mondjahr, und nicht nach dem Sonnenjahr, auf dem unser heutiger Kalender beruht. Man richtet sich also nicht nach dem Stand der Sonne, sondern nach dem Auf- und Untergang des Vollmondes. Ostern findet immer am ersten Sonntag statt, der dem ersten Vollmond im Frühling folgt, denn so haben es die Christen beim Konzil von Nizäa in 325 beschlossen. Die Christen legten den Ostertag auf einen Sonntag fest, um einen Unterschied zur jüdischen Religion herzustellen. Beim zweiten Konzil des Vatikans in den 60er Jahren wurde ein präziseres Datum für Ostern erörtert, das sich soweit möglich dem historischen Tod von Jesus um den 10. April näherte. Der Ostersonntag wäre dann jedes Jahr nach dem zweite Samstag im April gefeiert worden. Dies blieb allerdings nur ein Projekt: Katholiken, Protestanten und Orthodoxe konnten sich nicht auf eine neue Regelung einigen.

Was gedenken die Christen nun eigentlich an Ostern?

Für die Christen ist Ostern der wichtigste Tag des Jahres. Die Geburt von Christus wird beim Weihnachtsfest gefeiert, aber Ostern, der Tag, an dem der Mann auferstand, den die Christen als den Sohn Gottes betrachten, ist ein älteres Fest. Weihnachten wurde zuvor nicht gefeiert. Aber Ostern. Schließlich ist der Ostersonntag der Höhepunkt einer ganzen Woche, während der Jesus nach der letzten Mahlzeit mit seinen Jüngern verraten und zum Tode verurteilt wurde. Samstags verstarb er am Kreuz, und am Sonntag war der Grabstein vor seinem Grab zur Seite gerollt, und Christus Körper war verschwunden: Jesus ist nicht tot, sondern auferstanden.
Bevor er bei der Himmelfahrt 40 Tage später von Gott aufgenommen wurde, erschien er noch einige Male vor seinen Jüngern.

Woher kommt der Name Ostern, und warum sagen die Engländer "Easter" und die Deutschen "Ostern"?

Der Name "Ostern" stammt vom jüdischen Pessachfest, bei dem ein Lamm geopfert wird, um die Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten zu feiern. Jesus und seine Jünger waren jüdischer Abstammung, und die Auferstehung Jesus fand einige Tage nach Pessach statt. Die Christen betrachten Jesus als das Osterlamm, das geopfert wurde, um die Befreiung zu ermöglichen.

Jedes Jahr an Ostern ein Lamm zu schlachten, wie es die Moslems und Juden heute noch tun, ist ein Brauch, der beim Christentum im Laufe der Zeit verloren ging: Jesus hatte sich selbst geopfert, warum dann wieder ein Lamm schlachten? Einige katholische Gruppen lassen diese Tradition allerdings wieder aufleben.

Die englische und deutsche Herkunft des Namens ist komplexer. Ostara, die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings bei den Germanen, soll der Ursprung dieser Benennung sein. Eine historische Untersuchung zeigte, dass Ostara nicht von den Germanen verehrt wurde, sondern ab dem 8. Jahrhundert in der Literatur erwähnt wurde. Die anderen Erklärungen sind linguistisch. Urständ, das althochdeutsche Wort für "Auferstehung", könnte der Ursprung von "Easter" sein. Doch der Name könnte auch aus einer falschen Übersetzung des lateinischen Satzes "hebdomenica in albis", "die Woche in weißen Kleidern", die dem Ostersonntag folgte, stammen. So dachte man, "albis" würde "Morgenröte", und nicht "weiß" bedeuten. Das althochdeutsche Wort für "Morgenröte" ist "Eostarun", gen Osten, wo die Sonne aufgeht. Die englische Variante war dann "Easter", "Ostern" in Deutsch.

Der Osterhase

Wie kann ein Hase Eier legen?

Das Suchen der Ostereier geht auf eine alte Geschichte über die Fruchtbarkeit zurück. Die germanische Göttin Freya hatte ein Haustier: einen Hasen, der in einem früheren Leben kein Wildtier, sondern ein Federvieh war. Aus diesem Grund konnte der Hase Eier legen. Ab dem Beginn des neuen Jahres (dem Frühling) ließ Freya ihren Hasen seine Eier auf den Feldern verstecken, um den Bauern eine gute Ernte zu bescheren.

Das Ei ist synonym für neues Leben

Allerdings gibt es weitaus mehr Geschichten, die vom Ei im Frühling handeln. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt das Ei in quasi allen Kulturen eine symbolische Bedeutung.

So gibt es die Mythologie von Kronos, dem Sohn des Gottes des Himmels und der Göttin der Erde: Uranos und Gaia. Er soll ein Ei erschaffen haben, aus dem der zweigeschlechtliche Gott Phanes hervorging, der die Erde geformt haben soll. Beim jüdischen Osterfest wird dem Verlassen Ägyptens gedacht. Die zwei ersten Abende des Festes, das 8 Tage dauert, heißen "Seder". Es wird ein besonderes Gericht, das "Sedermahl", zusätzlich zu "Mazzen" (ungesäuerte Brote), Gewürzen, Petersilie, Meerrettich und gekochten Eiern gereicht.

Das gekochte Ei ist hier ein Zeichen der Trauer für den ehemaligen Tempel des Königs Salomon. Es ist das Symbol für alle Mahlzeiten zum Gedenken an die zweite Opferfeier, die damals in dem Tempel abgehalten wurde.

Ein Tipp:

je älter das Ei, desto besser schwimmt es.
um zu prüfen, ob ein Ei frisch ist, muss man es nur in einen mit Wasser gefüllten Behälter geben. Ein frisches Ei bleibt auf dem Boden, ein Ei, das 3 bis 4 Wochen alt ist, stellt sich aufrecht auf den Boden, ein 6 Wochen altes Ei "schwebt" im Wasser, und wenn das Ei schwimmt, ist es besser, es nicht mehr zu Essen.

3. Heilige Sankt Martin - Martin von Tours

Das Leben von Sankt Martin

Martin wurde im Jahre 316 in dem im heutigen Westungarn gelegenen Savaria, in Pannonien, heute Steinamanger, geboren. Sein Vater war Tribun im Dienste der römischen Armee. Die Familie zog dann um nach Pavia, Italien, wo er den Großteil seiner Kindheit verbrachte. Die Legende erzählt, dass er gegen den Willen seiner Eltern der Kirche als Katechumenat beitrat (die Legende stellt hier mehr als wahrscheinlich einen nicht historischen Zusammenhang mit der evangelischen Geschichte des jungen Jesus im Alter von 12 Jahren her).

Ab dem Alter von 15 Jahren trat er unter den Kaisern Konstantin und Julian in die römische Armee ein und kam zur Reiterei nach Gallien (Frankreich). Die Geschichte erzählt, dass er zu dieser Zeit beim Stadttor von Amiens einem Bettler begegnete. Dieser Bettler bat ihn um ein Almosen nach dem Willen von Christus. Da er nichts anderes als seine Rüstung besaß, teilte Martin seinen Soldatenmantel mit seinem Schwert, um ihm einen Teil davon zu geben. Damals gehört die Hälfte der Kleider dem Kaiser, und die andere Hälfte war eigenes Eigentum.

Später erschien ihm Christus in einem Traum, in die eine Hälfte seines Mantels gehüllt: "Was du für den schwächsten meiner Brüder gemacht hast, hast du für mich gemacht." Dieser Traum überzeugte ihn davon, christlich zu werden und sich taufen zu lassen. Er wurde von Bischof Hilarius von Poitiers getauft. Während seiner Zeit in der Armee wuchs der innere Konflikt, der aus der Wahl bestand, entweder dem römischen Kaiser als Soldat zu dienen oder sich seiner christlichen Berufung hinzugeben, mehr und mehr heran. Schließlich beschloss er, die Armee zu verlassen.

Er wurde im Alter von 18 Jahren (andere Quellen sagen von 22 Jahren) getauft und dann in den Stand der Geistlichen aufgenommen. Er vollbrachte sein erstes Werk als Priester in der Region, in der seine Eltern wohnten, der Lombardei, wo er den christlichen Glauben verkündete. Dann begegnete er Problemen mit den Arianern, eine christliche Bewegung, die den menschlichen Charakter von Jesus von Nazareth hervorhob und die göttliche Herkunft von Christus nicht anerkannte. Diese Bewegung hatte zahlreicher Anhänger. Martin blieb seinem Glauben treu und wurde vom Orden des arianischen Bischofs von Mailand misshandelt. Wonach er sich als Einsiedler auf der Insel Gallinaria (heute die Insel Albenga) an der italienischen Riviera versteckt hielt.

361 konnte er nach Frankreich zurückkehren, wo er sich erneut an Hilarius von Poitiers wandte. Da er Einsiedler geworden war lebte er in einer abgelegenen Gegend und widmete sein Leben Gott. Er fand zahlreiche Anhänger, was es ihm 361 ermöglichte, das erste Kloster auf französischem Boden zu errichten. Als Sankt Litorius, der Bischof von Tours, eine in Westfrankreich gelegene Stadt, 371 oder 372 starbt, wurde Martin von den Christen und Priestern der Stadt gefragt, ob er Bischof werden wolle. Doch dieser wollte Einsiedler bleiben. Die Legende erzählt, dass Martin mit einer List in die Stadt gelockt worden war, und als er sich in Tours befand er das Episkopat nicht ablehnen konnte. Martin wurde 371 vom Volke zum Bischof von Tours gewählt. Er lebte weiterhin sein Leben als Mönch. 375 gründete er ein Kloster bei Tours und arbeitete mit seinen Anhängern an der Verbreitung des Christentums in Frankreich.

Auch als Bischof lebte er weiterhin sein Mönchsleben, und er war ein großer Verkünder des Glaubens. Er gründete zahlreiche Klöster, wie auch das von Marmoutier. Er zerstörte heidnische Heiligtümer und predigte ununterbrochen gegen die Ketzereien der Zeit.

Er wurde bereits zu Lebzeiten als Heiliger gehuldigt, und es wurden ihm zahlreiche Wunder zugeschrieben. Er verstarb am 8. November 397 bei einer Mission in Candes. Er hatte das Alter von 81 Jahren erreicht. Er wurde am 11. November, dem Tag seiner heutigen Gedenkfeier, in Tours beigesetzt. Obwohl er nicht, wie viele seiner Vorgänger, als Märtyrer starb, wurde er vom gesamten Volke gleichsam als Heiliger verehrt. Es ereigneten sich zahlreiche Wunder an seiner Grabstätte, und ein Jahrhundert später ernannte ihn König Clovis zum Schutzpatron des fränkischen Volkes. In Frankreich sind ihm Tausende Kirchen gewidmet, wie die berühmte Basilika Sankt Martin von Tours.
Seine Reputation erstreckt sich jedoch auch nach Norden hin. Insbesondere nach Flandern und in die Niederlande sowie in den Teil Deutschlands, der früher zum fränkischen Reich gehörte. In Flandern sind über die gesamte Region zahlreiche Sankt-Martins-Kirchengemeinden verstreut. Hauptsächlich natürlich in den Dörfern, deren Namen sich auf Sankt Martin beziehen, wie Sint-Martens-Bodegem, Sint-Martens-Latem, Sint-Martens-Leerne, Sint-Martens-Lennik, Sint-Martens-Voeren.

Auf Sankt Martin ist auch das Wort "Kapelle" zurückzuführen.

Denn ein Cape heißt auf Lateinisch "cappa", und die Verkleinerungsform dieses Wortes (denn es handelte sich nur um einen Teil des Capes) heißt auf Lateinisch "cappella". Nach und nach bezog sich dieser Ausdruck auch auf das kleine Gebäude, in dem diese Reliquie aufbewahrt wurde. Im 7. Jahrhundert wurde jedes kleine Gebetshaus, das keine Gemeindekirche war, "capella" genannt.
Dieses Wort kommt heute in allen modernen Sprachen vor: "kapel" (NL), "Kapelle" (D), "chapel" (E), "cappella" (I), "capilla" (ES), "chapelle" (FR).
Denken Sie an den französischen Namen von Aachen, der Residenz Karl des Großen: Aix-la-"Chapelle". In diesem Falle ist die "Kapelle" keine kleine Kirche mehr, sondern ein Maria, und nicht Martin, gewidmeter Dom, wie wir es fälschlicherweise vom Ursprung des Wortes "Kapelle" ableiten können.

Im 16. Jahrhundert war es bei den Herrschern üblich, bei religiöse Festlichkeiten Sänger und Musiker auftreten zu lassen: sie wurden auch "Kapelle" (oder "kappel" in Niederländisch) bezeichnet. Später übertrugen die Musiker das Wort an die Profanen, man denke an "Kapellmeister" (oder "kapelmeester" in Niederländisch).

4. Wie Halloween entstand.

Am Vortag des 1. Novembers feierten die Kelten Sawhain, den Vorgänger von Halloween.

Das Halloween-Fest kam zwischen 500 und 1000 v. JC auf und soll das keltische "Neujahr" sein. Für dieses Volk war der 1. November Sawhain (gesprochen: Saw-En) und bedeutete "das Ende des Sommers".

Dieser Tag war ein besonderer Tag zwischen dem vergangenen Jahr und dem neuen Jahr. Denn die Toten sollten zur Erde zurückkehren. Manche glaubten, dass die Geister versuchten, einen Körper zu bewohnen. Aus diesem Grund löschten sie das Feuer in ihrem Haus und zündeten draußen Feuer an, damit der Rauch die Geister verjage.

Der genaue Ablauf dieser Feiern bleibt unergründet, aber eines ist sicher: sie wurde abgehalten, um das Ende des fruchtbaren Jahres und den Anfang des Winters zu feiern. Nach der Ernte von Korn und Frucht vor dem Einsatz des Winters wurden die überzähligen Tiere geschlachtet. Aus diesem Grund wurde der November in der antiken angelsächsischen Literatur blodmonath bzw. in Mittelniederländisch slachmaent genannt.

Es mussten die letzten Früchte vor dem Sawhain-Fest gepflückt werden, denn alles, was danach an den Sträuchern verblieb, war für die Geister bestimmt. Bei den Feiern wurden Freudenfeuer angezündet. Diese Zeit war dem Gedenken an die Toten gewidmet. Die Feier zum Gedenken der Toten war Teil des Kults der keltischen Vorfahren und vielleicht deshalb offener als spätere Gedenkfeiern. Die Kelten glaubten, dass die Toten in eine "andere Welt" gingen, die eine Insel mitten im Meer oder eine unterirdische, "umgekehrte" Welt sein konnte. Zwischen diesen beiden Welten wurde beim Sawhain-Fest kaum unterschieden, und die Geister der Vorfahren konnten dann selbst in unsere Welt kommen, um sich an den Feuern ihrer Nachkommen zu wärmen.

Diese heidnischen Novemberfestlichkeiten wurden in unseren Regionen lange Zeit gepflegt und sollen vom europäischen Christentum übernommen worden sein. Denn auch die Christen hielten ihre eigenen Gottesgedenkfeiern ab. Dabei beschwörten sie nicht die Geister, sondern riefen die Heiligen an. Allerdings gab es zu viele Heilige, um jedem von ihnen einen eigenen Tag zu widmen. Aus diesem Grund gibt es seit dem 7. Jahrhundert einen Gedenktag für alle Heiligen. Diese Feier fand überall in Europa an einem anderen Tag statt, aber immer im Laufe des Frühlings. So soll Allerheiligen unter dem Einfluss der irischen Kirche im 9. Jahrhundert auf den November verlegt worden sein, um die heidnischen Bräuche zu beenden. Und auch dem Tag der Toten widerfuhr dasselbe Schicksal. Dabei handelte es sich um einen Betdienst, um die Seelen der Toten zu ehren. Diese Gebete waren in den französischen Abteiklöstern sehr populär und entwickelten sich zu einem richtigen Feiertag. Auch diese Feier fand im Frühjahr statt und wurde aus denselben Gründen auf November verschoben.

Der Tag vor Allerheiligen heißt in Englisch All Hallows Eve, was zu Halloween umgeformt wurde. Die Gedenkfeiern der heidnischen und christlichen Toten verschmolzen, um eine einzige Feier zu werden, deren heidnischen Bräuche auch heute noch populär sind, obwohl sie von der Religion her christlich geworden ist. Die Tatsache, dass das Halloween-Fest in Amerika so populär geworden ist, ist auf die große Hungersnot zurückzuführen, die Irland heimsuchte, so Lauvrijs. Im 19. Jahrhundert flüchteten Millionen Irländer in die Vereinigten Staaten. Und genau diese irländischen Auswanderer waren es, die das Halloween-Fest nach Nordamerika brachten.

Heute wird das Halloween-Fest in den USA am 31. Oktober gefeiert, wobei die Werbetrommel dafür bereits ab Anfang Oktober und bis in die erste Novemberwoche gerührt wird.

Die mit diesem besonderen Tag verbundene Nahrung war: Karotten, Äpfel, Spezialbrote… und natürlich Bonbons für die Kinder!

Dieses Fest wurde in den Vereinigten Staaten zu einem großen Geschäftsereignis, und es wird auch in anderen Teilen der Welt immer populärer.

Warum ein Kürbis?

Der heute allgemein verwendete Halloween-Kürbis ist amerikanischen Ursprungs. In Europa wurden die verschiedener Geister in verschiedenartigen geleerten Rüben zum Leuchten gebracht. In die Rüben wurden von Kindern Gesichter geschnitten, um sie dann stolz im Dorf umherzutragen. In den Vereinigten Staaten wurden die Rüben von den irischen Auswanderern durch Kürbisse ersetzt, die es viel häufiger gab. Die geleerten Rüben heißen der angelsächsischen Volkskunde nach folgendermaßen: "Jack-o'-lantern".

5. Heilige Nikolaus

1. Wer ist der Heilige Nikolaus?

Der Vatikan weiß es nicht mehr.
Die Geschichte des Heiligen Nikolaus wurde im Laufe der Jahrhunderte derart verändert und verfälscht, dass selbst die katholische Kirche begann, am Status des Heiligen zu zweifeln. Im Jahre 1959 hatte der Vatikan die Liste der verschiedenen Heiligen revidiert und beschlossen, 200 Namen zu streichen. Darunter auch den Namen unseres Heiligen Nikolaus. Dem Vatikan zufolge war er eine Kombination aus alten heidnischen Legenden. Aber sie waren nicht sehr überzeugt von ihrer Arbeit in Rom. Denn im Jahre 1970 erklärte Papst Paul VI: "Er kann verehrt werden, aber es muss nicht sein".

Die Person des Heiligen Nikolaus wurde inspiriert von Nikolaus von Myra, auch Nikolaus von Bari bezeichnet. Er wurde zwischen 250 und 270 nach JC in Patara geboren, einer Stadt in Lykien, im Südwesten Kleinasiens (der heute asiatische Türkei bezeichneten Region).
Er starb am 6. Dezember des Jahres 345 oder 352 in der Hafenstadt von Myra in Kleinasien.



Sein Leben und seine Werke sind von Legenden umgeben. Man sagt, dass er am Tage seiner Geburt aufrecht im Bade stand. Als er groß geworden war mied er Vergnügungen und zog es vor, Kirchen zu besuchen.

Der Heilige Nikolaus machte eine Pilgerfahrt nach Ägypten und Palästina. Bei seiner Rückkehr starb sein Onkel, der Bischof von Myra. Eine leise Stimme empfahl den für die Ernennung seines Nachfolgers versammelten Bischöfen denjenigen zu wählen, der als nächstes in die Kirche kommen würde und Nikolaus hieße.

Zu Beginn hatte er sehr unter seiner christlichen Überzeugung gelitten, denn der regierende Kaiser Diokletian verfolgte die Christen grausam.
Er wurde verhaftet und eingesperrt, und dann eine Zeit lang verpflichtet, im Exil zu leben.

Im Jahre 313 führte Kaiser Konstantin die Religionsfreiheit ein. Er soll beim Konzil von Nizäa anwesend gewesen sein. Aber es gibt Gründe, an seiner Anwesenheit beim Konzil von Nizäa zu zweifeln, da sein Name nicht auf der historischen Liste der teilnehmenden Bischöfe zu finden ist.
Der Heilige Nikolaus soll am 6. Dezember 343 als Opfer von Verfolgungen unter dem römischen Reich gestorben sein. Aus diesem Grund feiert man den Heiligen Nikolaus am 6. Dezember. Er wurde in Myra begraben. Im Jahre 1087 stahlen italienische Händler seine Gebeine in Myra, um sie nach Bari zu bringen.

Die traditionellen Legenden des Heiligen Nikolaus wurden zum ersten Male im 10. Jahrhundert von Metaphrastes in Griechenland gesammelt und niedergeschrieben.

Die Legende des Heiligen Nikolaus will, dass der Heilige drei kleine Kinder wieder zum Leben erweckt hat, die einen Fleischer um Unterkunft gebeten hatten. Dieser nahm sie auf und nutzte ihren Schlaf aus, um sie in Stücke zu schneiden und in Salz einzulegen.

Sieben Jahre später kam der Heilige Nikolaus dort vorbei und bat den Fleischer, ihm die sieben Jahre alten Rippchen zu servieren.
Der Fleischer floh in Panik, und der Heilige Nikolaus brachte die Kinder zurück ins Leben.



Warum als Beschützer der heiratsfähigen Jugend? (Süßigkeiten und Goldtaler)

Der Heilige Nikolaus, wohl wieder unterwegs in seiner Stadt, warf Geld in das Haus einer Familie mit anständigen, aber armen Töchtern. Die Mädchen wurden dank dem Heiligen vor der Prostitution gerettet. So hatten sie eine Mitgift und konnten nun ordnungsgemäß heiraten. Das (hinein)werfen von Süßigkeiten (Pfeffernüsse, Bonbons und goldenem Schokoladengeld) stammt aus dieser Erzählung. Das ist außerdem der Grund, warum der Heilige teils mit drei Goldtalern abgebildet wird. Ein anderer Verweis: "Goedheiligman": dies kommt von "Goet-hylik-man", was "guter Heiratsmann" bedeutet, d.h. der Mann, der für eine gute Heirat sorgt.
Ein Professor hat dem Heiligen Nikolaus ein Gesicht gegeben

Eine Geschichte wird oft dann wirklich populär, wenn die Personen ein Gesicht erhalten. Von allen Bildern, die es vom Heiligen Nikolaus gibt, sind es die in den Büchern von Jan Schenkman, die das heutige Nikolausfest am meisten beeinflusst haben. Dieser Amsterdamer Professor schrieb im Jahre 1845 das erste Buch über den Heiligen Nikolaus, in dem sowohl der heilige und gute Mann als auch der Knecht Ruprecht vorkamen.

Dieses Buch, das aus Abbildungen mit zwölfzeiligen Gedichten besteht, kannte über mehr als ein Jahrhundert mehrere Neuauflagen: ein Bestseller par excellence! Dieser Schenkman war es auch, der erfunden hatte, dass der Heilige Nikolaus mit seinem Pferd über die Dächer ritt oder mit einem Dampfschiff ankam, was zu dieser Zeit ein modernes Verkehrsmittel war. Woher kam dieses Boot? Aus Spanien, behauptete Schenkman.

Und warum genau aus Spanien? Vielleicht weil Bari (Italien), wo sich das Grab "eines" Heiligen Nikolaus befand, eine Zeit lang zu Spanien gehörte. Doch die Phantasie war schon immer blühender als die richtige Geschichte um den Heiligen Nikolaus. Daher ist es gut möglich, dass Schenkman alles erfunden hatte.

2. Der Knecht Ruprecht

Der Heilige Nikolaus wird von einer schroffen Person mit geschwärztem Gesicht begleitet, der eine Rute trägt.
Er war im Osten Frankreichs unter dem Namen "Knecht Ruprecht" bekannt, um die kleinen Kinder, die über das Jahr nicht artig waren, mit der Rute zu schlagen.
Erst im XV. Jahrhundert begann man, vom Knecht Ruprecht zu sprechen.

Wer ist er?
Eine der Legenden erzählt, dass Knecht Ruprecht im Jahre 1552 in Metz geboren wurde, während die Stadt von den Truppen von Karl V. belagert wurde.

Die Einwohner trugen das Abbild des Kaisers durch die Straßen, dann verbrannten sie es.
Somit wäre Knecht Ruprecht, so sagt man, Karl V.
Eine andere Erklärung könnte folgende sein.

Vermutlich wurde Ruprecht zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts in die Folklore der Niederlande aufgenommen. Zuvor wirkte der Heilige Nikolaus allein, oder in Begleitung des Teufels. Zwischen einem Teufel und einem Mohren bestand im Bewusstsein der Europäer kaum ein Unterschied. Je mehr die Tradition populär wurde, dass der Heilige aus dem ehemaligen Mohrenland Spanien stammt, desto mehr entwickelte sich der Knecht zu einem Mohren. Bis hinein in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war Ruprecht, entsprechend den kolonialen Traditionen, ein nicht besonders gescheiter Helfer, der eine Brabbelsprache sprach. Bis die Immigration aus den ehemaligen Kolonien dafür sorgte, dass die Europäer bessere Beziehungen zu den Afrikanern aufbauten, entwickelte sich Ruprecht zu einem respektablen Assistenten des weit bekannten Heiligen Nikolaus. Ruprecht wurde weniger dumm, was jedoch nicht bedeutet, dass die Knecht-Ruprecht-Tradition unumstritten ist. Viele nehmen immer noch Anstoß an dem vermeintlich rassistischen Charakter der Tradition. Für viele ist Knecht Ruprecht ein fröhlicher Kinderfreund, dessen Schwärze vom Ruß in den Schornsteinen kommt. Allerdings ist der Schornstein keine Erklärung dafür, wie Ruprecht zu den absoluten Stereotypen wie roter Lippenstift und Kraushaar gekommen ist.

Einer anderen Theorie zufolge war Ruprecht ursprünglich ein italienischer Schornsteinfeger. Italienische Jungs waren dort lange Zeit als Schornsteinfeger tätig; für ihre Arbeit krochen sie durch die Rauchkanäle, daher die Rute, um den Schornstein zu fegen und der Beutel, um den angehäuften Ruß einzusammeln.

3. Wie kam man vom Heiligen Nikolaus zum Weihnachtsmann?

Nachdem der evangelischen Reform im XVI. Jahrhundert wurde das Fest des Heiligen Nikolaus in manchen europäischen Ländern abgeschafft.
Die Holländer behielten diesen alten katholischen Brauch allerdings bei. Somit kam der Sinterklaas (Heilige Nikolaus) in der Nacht vom 6. Dezember weiterhin zu den kleinen Niederländern.

Zu Beginn des XVII. Jahrhunderts wanderten Holländer in die Vereinigten Staaten aus und gründeten eine Kolonie mit dem Namen "Nieuw Amsterdam" (in Niederländisch), was im Jahre 1664 zu New York wurde. Innerhalb einiger Jahrzehnte verbreitete sich dieser niederländische Brauch, den Heiligen Nikolaus zu feiern, in den Vereinigten Staaten. Für die Amerikaner wird Sinter Klaas schnell zu Santa Claus.

Dieser aufmerksame Spender, der als alter Mann mit weißem Bart und einem Kapuzenmantel oder teils auch mit einem Bischofsgewand dargestellt wurde, blieb allerdings eine moralisierende Person. Er belohnte die vorbildlichen Kinder und bestrafte die undankbaren und zerstreuten.
Im Jahre 1809 spricht der Schriftsteller Washington Irving zum ersten Male von den Fahrten des Heiligen Nikolaus durch die Lüfte für das traditionelle Verteilen der Geschenke.

Dann im Jahre 1821: schrieb ein amerikanischer Pastor, Clement Clarke Moore, eine Weihnachtsgeschichte für seine Kinder, in der eine sympathische Person erscheint, der Weihnachtsmann, in seinem von acht Rentieren gezogenen Schlitten.

Er gestaltete ihn wohl ernährt und freundlich und ersetzte die Mitra des Heiligen Nikolaus durch eine Zipfelmütze, seinen Bischofsstab durch eine Zuckerstange, und er entledigte ihn von Knecht Ruprecht. Der Esel wurde durch 8 muntere Rentiere ersetzt.

Der amerikanischen Presse ist es zu verdanken, die verschiedenen Geschenke verteilenden Personen ein einem einzigen Wesen vereint zu haben.
Das Ereignis, das gewiss am meisten zur Vereinheitlichung dieser Personen beitrug, war zweifellos die Publikation des famosen Gedichtes von Clement Clarke Moore. Am 23. Dezember 1823 wurde dieses Gedicht mit dem Titel "A Visit from St. Nicholas" zum ersten Mal in der New-Yorker Zeitung Sentinel veröffentlicht. Diese Erzählung wurde Jahre später von großen amerikanischen Tageszeitungen übernommen, in mehrere Sprachen übersetzt und in die ganze Welt getragen.

Im Jahre 1860 bekleidete Thomas Nast, Illustrator und Karikaturist für die New-Yorker Zeitung <<Harper's Illustrated Weekly>>, Santa Claus mit einem roten Kostüm, verziert mit weißem Pelz und geschmückt mit einem große Ledergürtel. Nahezu 30 Jahre lang illustrierte Nast in Hunderten von Zeichnungen alle Aspekte der Legende von Santa Claus, der bei den Frankophonen als Père Noël bekannt ist.

Im Jahre 1885 bestimmte Nast den offiziellen Wohnort des Weihnachtsmanns am Nordpol, auf einer Zeichnung, auf der zwei Kinder zu sehen waren, die seine Spur auf einer Weltkarte vom Nordpol bis in die Vereinigten Staaten verfolgten.

Im Jahr darauf übernahm der amerikanische Schriftsteller George P. Webster diese Idee, indem er angabt, seine Spielzeugfabrik und sein "Haus seien während der langen Sommermonate im Eis und Schnee des Nordpols verborgen".

6. Weihnachten

Weihnachten und seine Mysterien.

Weihnachten ist nicht nur für die Christen das Fest der Freude und der Hoffnung. Für alle gut gesinnten Menschen unserer westlichen Welt ist die Geburt des Christen ein großer geschichtlicher Zeitpunkt: der Beginn des Christentums, historische Grundlage aller Ereignisse, die sich in den vergangenen zwanzig Jahrhunderten abspielten.

Dabei behaupten manche Spezialisten, es wäre etwas leichtfertig gewesen, dass die Weisen des IV. Jahrhunderts die Geburt des Gotteskindes im Jahre 753 nach der Gründung von Rom festlegten. Man muss, so sagen sie, nur nachdenken: heute weiß man mit Gewissheit, dass Herodes im Frühjahr 750 starb. Als dieser Monarch das berüchtigte "Massaker der Unschuldigen" begehen ließ, war Jesus unbestreitbar bereits einige Monat alt. Daraus wäre zu folgern gewesen: Jesus muss spätestens am Ende des Jahres 749 von Rom geboren worden sein. Wäre es dann nicht logisch, daraus zu folgern, dass unsere Uhren die Bagatelle von … vier Jahren nachgehen?

Warum der 25. Dezember?

Erst in der Mitte des IV. Jahrhunderts (immer dann!) wurde die Weihnachtsfeier ein offizielles Fest im liturgischen Kalender. Zuvor fand für die Kirche die Geburt des Christen entweder am 6. Januar oder am 18. April statt. Da es keine genaueren Angaben gab entschloss man sich schließlich für den 25. Dezember. Am Vortag dieses Tags findet die Wintersonnenwende statt, ab diesem Datum werden also die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Kein anderes Datum konnte besser die Ankunft eines "Lichtgottes" symbolisieren, Sieger über die Abgründe der Sünde, eines Gottes, der sich wie eine Sonne erhob, um die ganze Erde mit Hoffnung zu erhellen. Außerdem kommen unsere heutigen "Heiligenabende" lediglich aus der Zeit der heidnischen Saturnalien, einer Art Karneval mit großen Festbanketts, den die alten Römer vom 17. bis zum 23. Dezember ihrem Gott Saturn widmeten.

Weihnachten oder Nativität?

Der eigentliche Name Weihnachten für die Bezeichnung des Fests der Nativität wurde offenbar erst fünf Jahrhunderte nach dem Ereignis üblich. König Chlodwig, nach seinem Sieg von Tolbiac im Jahre 490 bekehrt, wurde in Reims vom Heiligen Remigius getauft, zusammen mit 3.000 Kriegern, und dies genau an einem 25. Dezember. Für die fränkische Nation entstand an diesem Tag die christliche Zivilisation. Die Soldaten zelebrierten dieses denkwürdige Ereignis, indem sie laut "Nativität"! riefen, was "Dies natalis" oder "Tag der Geburt" bedeutete.
Ab dieser Zeit ist der Name Weihnachten fest mit diesem bedeutenden Datum verbunden.
 

Die Krippe.

Der Nachbau des kleinen Stalls mit seinen Personen und Tieren aus Holz oder Gips scheint tatsächlich vom Heiligen Franziskus von Assisi, dem großen Freund der Tiere, begonnen worden zu sein, der Brauch des Tannenbaums geht jedoch erst auf das XIV. Jahrhundert zurück und hat einen weniger orthodoxen Ursprung.

Warum ein Weihnachtsbaum?

Er ist ein Erbe der heidnischen Lichtfeiern.
Als sich die kleinen Schafhirte um die Krippe versammelten, wo der Legende nach Jesus Christus geboren wurde, gab es weit und breit keinen Tanne. Pinien und Tannen sind nicht wirklich typisch für die Vegetation der ariden Region des heutigen Israels und Palästinas. Die Tradition, die darin besteht, an Weihnachten einen grünen Baum zu Hause aufzustellen, hat einen anderen Ursprung.

Zur Zeit der Christianisierung Europas wurde der Geburt Jesus - deren wirkliches Datum bis heute nicht bekannt ist - in dem Zeitpunkt gedacht, in dem man in Nordeuropa die Wintersonnenwende feierte, während man im Süden Europas die Geburt des Sonnengottes Mithras feierte. Bei diesen Winterfeiern wurde der Sieg des Lichts über das Dunkel, die Sol invictus, die unbesiegte Sonne, gefeiert. In Nordeuropa feierten die Germanen den Sieg des Lebens über den Tod des Winters, indem sie ihre Wohnungen mit immergrünen Pflanzen schmückten, wie mit Misteln, Ilex, Wacholder und Efeu. Die Tradition, die darin besteht, aus deren Zweigen Weihnachtskränze zu binden, wurde somit von den Germanen überliefert.

Die ersten Missionare wie Willibrord und Bonifatius versuchten, diese Anbetung der Bäume zu beenden, was ihnen allerdings niemals vollständig gelang. Manche heidnischen Traditionen wurden von den Christen übernommen. So hängten sie beispielsweise kleine Mariakapellen an die Weihnachtsbäume.

Das Feiern der Bäume während der Zeit der Wintersonnenwende kam in der Renaissance wieder auf. Die erste Darstellung eines Weihnachtsbaums wurde in Deutschland gefunden. Dabei handelt es sich um Pergamentgemälde aus dem 16. Jahrhundert, auf dem man sieht, wie der Baum auf den Dorfplatz gebracht wird, begleitet von einer Dudelsackgruppe und einem Reiter, der eine Tiara trägt. Man weiß nicht genau, warum man zu Nadelbäumen wechselte, aber eine mögliche Erklärung ist praktischer Art. In Deutschland wurden die Eichen seltener und die Tannen weiter verbreitet, somit konnten sie leichter gefällt und transportiert werden.

Damals war es bereits üblich, den Baum mit Weihnachtskugeln zu schmücken. Zuvor waren die Kugeln Äpfel, die noch spät an den Apfelbäumen hingen und die an das irdische Paradies erinnerten.

Tatsächlich wurde der Weihnachtsbaum im Jahre 1837 in Europa immer erfolgreicher, als Helene von Mecklenburg, die deutsche Ehegattin des Herzogs von Orléans, einen davon in den Tuileries von Paris aufstellen ließ. Der Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, mit der Königin Victoria von England verheiratet, führte den Weihnachtsbaum auf den britischen Inseln ein.

7. Wer waren die Heiligen Drei Könige?

Die Bibel erwähnt nirgends die "drei Könige" Kaspar, Melchior und Balthasar, sie spricht nur von den "Heiligen Drei Königen", ohne ihre Namen zu nennen. Dies konnte allerdings nicht die Entstehung einer wirklichen Kultur um das Dreikönigsfest verhindern.

Die Prozessionen und Mysterienspiele in den Kirchen gedachten den großzügigen Gaben aus Myrrhe, Weihrauch und Gold. Am 6. Januar verteilten Ordensschwestern und -brüder Brot an die Armen.
Für Stefaan Top (KU Löwen), ein auf Folklore spezialisierter Professor, begannen die Gesänge des Dreikönigsfestes in unseren Gegenden im 15. oder 16. Jahrhundert. Damals konnte das Weihnachtsfest nicht mehr mit Gesängen und einer feierlichen Mahlzeit in der Kirche gefeiert werden. Da den Bedürftigen kostenlose Nahrung und Getränke versagt blieben, drängten sie zwangsläufig auf die Straßen.

Das Dreikönigsfest wurde im Laufe mehrerer Jahrhunderte zum Fest der Armen. Indem sie von Tür zu Tür gingen und die Liedchen sangen, erhielten die Heiligen Drei Könige mühsam etwas zu Essen oder, besser noch, ein wenig Geld. Denn schließlich hatten sie das Jesuskind mit Geschenken überhäuft. Die Bettelgesänge konnten von Weihnachten bis zum dreizehnten Tag danach stattfinden: dem 6. Januar.
Die Gelegenheitssänger ziehten sich so an, damit sie nicht erkannt werden konnten, teilt Herman Dewit von der Folkloregruppe 't Kliekske mit, der das Dreikönigsfest erforscht hatte. Manche trugen selbst eine Maske.

Normalerweise wurden die singenden Könige von einer Sternschnuppe begleitet. Manche kamen selbst mit einem Schaukelpferd oder einem Bär. Ein mit einer Schweinsblase überzogenes Gefäß, bekannt als Reibtrommel, oder ein aus einem Holzschuh gezimmertes Instrument begleiteten die Gesänge. Dewit scherzt: "Die Musik war bestimmt nicht perfekt, ganz im Gegenteil, aber dies war zweitrangig. Das Ensemble machte sehr viel Lärm, und die Bettlersänger wollten vor allem auf sich aufmerksam machen, um in kurzer Zeit so viel Geld wie möglich zu sammeln".

Als die Zeit der großen Armut vorbei war, verliefen die Gesänge beim Dreikönigsfest im Zeichen der Wohltätigkeit. Die kleinen Erwachsenengruppen sangen nicht mehr für sich, sonder für die gute Sache. Die Missionen beispielsweise. Ein Brauch, der noch heute in manchen Regionen, wie der um die Dender, gepflegt wird. Aber jetzt sind es die Kinder, die die Sternentradition weiterführen.

Das Dreikönigsfest ist nicht nur Sinnbild für Bettelgesänge von Tür zu Tür. Denn zum Fest gehören auch Kuchen oder Crêpes. Derjenige, der das Figürchen im Kuchen findet, wird König und darf eine Papierkrone tragen. Auch diese Tradition wurde überliefert. Unsere Vorfahren zogen aus einem Sack verschiedene Holzstatuen, die den König und seinen Hof darstellten.

So wurden die Rollen für ein großes Spiel verteilt. Hofnarr, König, Musiker oder Soldat. Der König bestimmte alleine, welche Person von wem gespielt werden sollte. Er war der unbestrittene und unbestreitbare Meister. Wenn er trank, mussten seine Begleiter seinem Beispiel folgen.
Dem Bäcker Bart aus Gent zufolge kommt der Frangipane-Kuchen, der beim Dreikönigsfest verkauft wird, ursprünglich aus dem kleinen französischen Dorf Pithiviers. Die Geschichte will, dass König Karl IV., nachdem er seine Freundin Madame Marie Touchet besucht hatte, im Wald von Orléans von einer Bande Hugenotten festgenommen wurde.

Als die Räuber ihren Fehler bemerkten versuchten sie, den König gnädig zu stimmen, indem sie ihm eine hiesige Leckerei anboten. Der König war derart von dem Blätterteig begeistert, dass er den Konditor, der das Rezept erfunden hatte, zum "Hofkonditor" ernannte. Die Fleischfüllung wurde dann später durch eine Mandelcreme ersetzt.

8. Die Lichtmess, Ursprung und Brauchtum.

Die Lichtmess ist seit 472 im Kalender der christlichen Feiern vermerkt und wird jedes Jahr am 2. Februar gefeiert. Ihr Name kommt von den "Lichtern" oder geweihten Wachskerzen, die man bei der Prozession zu Ehren der Darstellung von Jesus im Tempel und der Reinigung der Heiligen Jungfrau trug. Wegen der Pilger, die aus diesem Anlass nach Rom drängten, wurde der Papst veranlasst, die Verteilung von Oblaten oder Galettes zu organisieren.

Doch bevor sie zum Marienfest (zu Ehren der Jungfrau Maria) wurde, war die Lichtmess, auch "Fest des Lichtes" benannt, ein heidnisches Fest.

Bei den Römern feierte man um den 15. Februar Lupercus, den Gott der Fruchtbarkeit und der Herden.

Bei den Kelten feierte man am 1. Februar Imbolc. Mit diesem Ritual zu Ehren der Göttin Brigid feierte man die Reinigung und Fruchtbarkeit am Ende der Winterzeit. Die Bauern trugen Fackeln und gingen während der Prozession durch die Felder, um die Göttin zu bitten, die Erde vor der Aussaht zu reinigen.

Im V. Jahrhundert brachte Papst Gelasius I. dieses heidnische Ritual des "Festes der Lichter" mit der Darstellung von Jesus im Tempel und der Reinigung der Jungfrau in Verbindung.

Somit wurden nun am "Feste des Lichtes" in jedem Haus Kerzen angezündet und geweihte Wachslichter mit nach Hause gebracht, damit Schutz gewährt und über die nächsten Ernten gewacht werden sollte. Die Überlieferung eines weit entfernten Mythos, der sich auf das Sonnenrad bezieht, soll somit auch den Brauch der Crêpes (oder der Beignets in Südfrankreich) erklären, die man zu dieser Zeit immer zubereitet.

Man findet verschiedene Galettes oder Crêpes in allen Zivilisationen der alten und der neuen Welt wieder, seien sie aus Weizen-, Reis-, Mais- oder anderem Getreidemehl gemacht.

Mit den Kreuzzügen im XII. Jahrhundert wurde der Buchweizen aus Asien mitgebracht. Diese blühende Getreidepflanze entwickelte sich auf den sauren Böden der Bretagne besonders gut.
Allerdings dauerte es noch über ein Jahrhundert, bis der gemahlene Buchweizen zur Zubereitung von Galettes verwendet wurde. Zu Beginn des Jahrhunderts kam der Weizen (das Weizenmehl) auf, und man fügte Milch für die Zubereitung des Teigs hinzu. Die Galette wurde zur Crêpe.
Die Buchweizen-Galettes (mit Mehl aus schwarzem Weizen) werden auch heute noch meist mit salzigen Zutaten verwendet, während die Crêpes zum Nachtisch serviert werden.