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  8) Die Kakaobohne = Geld

Zuerst verwendeten die Mayas, und später die Azteken die Kakaobohne als Zahlungsmittel.

Daraus können wir schließen, dass die Kakaobohne zu jener Zeit eine wertvolle, ja seltene Ware war. Tatsächlich waren natürliche oder nicht als Tauschmittel verwendete Objekte traditionsgemäß und logischerweise auch seltene Objekte, als sie damals verwendet wurden, wie manche Muscheln, Gold, kleine Kupferäxte (Tajaderas bezeichnet) etc.

Gonzalo Fernandez de Oviedo gibt gegen 1530 an, dass man für ein Kaninchen 10 Bohnen, für ein Putenei 2 Bohnen etc. bezahlen muss.

Auf der Freske von Diego Rivera, die aus der mexikanischen Geschichte erzählt und sich im Palacio Nacional von Mexiko-Stadt befindet, kann man einen Pochteca, also einen aztekischen Händler sehen, der einen Hund verkauft und sich mit Kakaobohnen bezahlen lässt (siehe Abbildung).

Auf der Website der Banco Central de Mexico findet man folgende Information bezüglich des Werts der Bohnen:

1535: 1 Real = 200 Bohnen
1555: 1 Real = 140 Bohnen
1575: 1 Real = 100 Bohnen
Ende 16. Jh.: 1 Real = 80 bis 100 Bohnen
1720: 1 Real = ± 15 Bohnen

Wobei diese letztere Information aus dem Museo de San Cristobal de las Casas kommt.

Im Laufe der Jahre verlor folglich der Real an Wert, oder aber die Bohne steigerte ihren Wert.

Falschgeld

Als ich kürzlich nach Mexiko reiste erzählte man mir, dass nicht die eigentlichen Bohnen als Geld verwendet wurden.
Zum Schutz sollen sie mit einer feinen Schicht aus Terrakotta umgeben worden sein. Dies wäre ziemlich logisch, denn eine Bohne ohne Schutz würde bestimmt beschädigt werden.

Wir hoffen, solches Geld eines Tages sehen zu können.

Man spricht auch von Falschgeld. Ja, bereits zu dieser Zeit.
Die Schale aus Terrakotta wurde zerbrochen. Der wertvolle Inhalt, also die Bohne, wurde entnommen und durch eine Mischung aus Erde ersetzt, dann wurde wieder alles zusammengefügt.