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  5) A possible explanation for the Aztec human sacrifices ?

Woher stammten die präkolumbianischen Indianer?
Unsere Amerika-Experten befassen sich seit langem schon mit dem Problem ihrer anthropologischen Herkunft. Waren ihre Vorfahren Eingeborene oder Einwanderer aus Europa, Asien oder anderswo? Die Untersuchungen haben bereits zu gewissen Ergebnissen geführt. In Ergänzung zur prähistorischen Herkunft sind archäologische und linguistische Beweise von Immigrationen gefunden worden, die auf das Jahr tausend vor unserer Zeitrechnung zurückzuführen sind: Pharaos, Phönizier, Zentralasiaten, Hebräer, Griechen, Iberer, Iren, Wikinger, Melanesier und andere haben Spuren nach ihrem "Besuch" hinterlassen. Man hat beispielsweise achaiische Schwerter gefunden.

Unter den brasilianischen "Wilden", die von den "Zivilisierten" ausgerottet worden sind, befanden sich ebenfalls blauäugige Blonde. Der Aufenthalt der irischen Mönche von Sankt Brandan an der Ostküste Nordamerikas tausend Jahre vor Kolumbus und ihre Rückkehr nach Irland ist historisch belegt.

Welche Bedeutung hatte wohl das Kreuz, welches die Expedition von Juan de Grijalva im Jahre 1518 auf der Insel von Yucatán gefunden hat, wie sie damals die Halbinsel nannten, bevor sie sie vollständig erforschten? Sie hatten herausgefunden, dass die Mayas dort:
"ein weißes und großes Marmorkreuz verehrten, das von einer goldenen Krone überragt wird, und davon sagen, dass hieran einer gestorben ist, der leuchtender und herrlicher als die Sonne war."(2)

Herr Barry Fell, Professor für Meeresbiologie und Zoologie an der Harvard-Universität, stützt sich auf numismatische Entdeckungen und Grabinschriften aus Nordamerika, wenn er behauptet, dass 800 Jahre vor Jesus Christus sich eine baskische Kolonie im Tal von Susquehenna, rund 150 km von Philadelphia entfernt niedergelassen hatte. Eine Sammlung von über 400 Steinen mit Inschriften, die rund 120 km von der Mündung des Flusses Susquehanna gefunden worden sind, leitet Fell auf die Schrift im Bronzezeitalter zurück, die in der alten Provinz Trasos-Montes im Norden Portugals gefunden worden war.

Chinesischen Geldmünzen zufolge, die in Mexiko gefunden worden waren, haben Chinesen unter der Führung eines buddhistischen Mönchs im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung dieses Land besucht. Auch in Tennessee und in Georgia, Vereinigte Staaten, sind Grabinschriften entdeckt worden, die auf 1000 vor J.C. zurückzuführen sind. Im gleichen Sinne gehen Experten der Indianerfolklore davon aus, dass die Bräuche und die Sprache der "Yuchi"-Indianer ein hebräisches Erbe enthalten.

Hier kann hinzugefügt werden, dass in der Sprache der Mayas und auch in der Sprache der Azteken mehrere türkische Wörter zu erkennen sind. In der Sprache der Inkas, dem Quechua, erkennt man indogermanische Wörter; außerdem sind die Gesichtzüge der Mapuches den unseren sehr ähnlich. Die Indianer Zentralamerikas ihrerseits haben Gesichtszüge, die denen der Mongolen gleichen.

Hinsichtlich der Mongolen könnten die Untersuchungen von Sahagún über die "Sachen" der Indianer uns auf die Spur der Herkunft der Azteken führen, die teilweise auf Zentralasien zurückgeführt werden kann. Fray Bernardino war von den Ähnlichkeiten beeindruckt, die zwischen manchen Ritualen und denen der christlichen Religion bestanden, vor allem was die Eucharistie anbelangte. Dieses christliche Sakrament (Matthäus XXVI, 26-28), wo Jesus seinen Jüngern symbolisch durch Brot und Wein seinen Leib zu essen und sein Blut zu trinken gibt, führten die Azteken bereits mit dem Blut und Fleisch eines jungen Mannes aus, der ein Jahr lang als Gott verehrt wurde, bevor er in einem Ritual durch fünf Priester geopfert wurde.(3)

Aber da war nicht nur die Eucharistie. Zahlreiche andere religiöse Äußerungen der Azteken ähnelten christlichen Ritualen, was die spanischen Priester unangenehm überrascht hatte. Sie waren entsetzt beim Anblick der Gläubigen, die sich ihren Priestern näherten und zur Kommunion ein Stück Fleisch des Opfers in den Mund nahmen; sie waren dabei so andächtig, wie die Christen, wenn sie die Hostie entgegennahmen. Ihrer Kommunion ging eine Fastenzeit voraus.

Als die spanischen Priester Taufen bei den Indianern beobachteten, die von einer feierlichen Anrufung begleitet wurden und bei denen die Lippen und der Kopf der Kinder gesalbt wurden, waren sie entrüstet: "Das Böse hat hier seine Finger im Spiel, um unseren Heiligen Glauben zu schänden". Sahagún, den derartige Reaktionen ungerührt ließen, gelang es, nach minutiösen Forschungen dieses Gebet der aztekischen Priester wieder zusammenzustellen: "Dass durch diese Taufe das Böse vernichtet wird, das dir vor dem Beginn der Menschheit gegeben wurde ".(4) Handelt es sich hierbei nicht vielleicht um die Erbsünde?

Die zahlreichen Kreuze, die die Spanier in den Indianertempeln vorfanden, wurden ebenfalls als das "Werk Satans" betrachtet. Die Arbeiten von Fray Bernardino über die Gemeinsamkeiten des Christentums und der Aztekenreligion regen dazu an, eine Hypothese über diesen "Satan" zu äußern, der die spanischen Kirchlichen so in Empörung versetzte. Mit ihm könnte der Expatriarch von Konstantinopel, Nestorius, gemeint sein, der 431 auf dem Konzil von Ephesus mit dem Kirchenbann belegt wurde.

Die Nestorianer waren überwiegend syrische Christen(5), die in Persien, manche dann sogar in Zentralasien, Zuflucht suchten. Ab dem Jahre 635 errichteten sie in China sogar Missionen (Steven Runcinian, A HISTORY OF THE CRUSADES). Ihre erste Kirchenprovinz wurde im 7. Jahrhundert vom Patriarchen Salibasacha gegründet. Im Jahre 1625 entdeckten Jesuitenmissionare in China christliche Inschriften aus 781. Im Museum von SIAN sind heute aus massivem Stein gemeißelte Tafeln zu bewundern, die an den seit 635 aufblühenden Nestorianismus erinnern.
Die Nestorianer waren große Missionare.

Selbst wenn sie keine Griechen waren, war ihre Glaubenssprache Griechisch. Die Völker, die sie bekehrten, behielten ihre Landessprache, hielten ihre Gottesdienste jedoch auf Griechisch ab, so wie die Westeuropäer Latein verwendeten. In Zentralasien schlossen sich mongolische Könige, Königinnen und Prinzen dem Christentum dank der Nestorianer an. Die Vorliebe von Gengis Khan für das Christentum ist wohl bekannt und sein Sohn Tului war mit einer wahren Nestorianerin des türkischen Stamms der Keraits vermählt. Zahlreiche Turkmenen (Keraits und Cuighours) sind von den Nestorianer christianisiert worden.

Man kann über Turkmenen spekulieren, die von Zentralasien über die Beringstraße nach Amerika ausgewandert sind und über die mündliche Tradition grobe Kenntnisse über das Christentum übertragen haben. Vielleicht ist das christliche Ritual der Eucharistie (du isst von meinen Leib und trinkst von meinem Blut) wortwörtlich ausgelegt worden, in dem Glauben, dass Gott auf diese Weise besser gedient wird als im übertragenen Sinne?

Die Geschichte der östlichen Kirche wäre unzureichend, um für den "Satan"" der Azteken eine angemessene Erklärung zu finden. Die Sprache der Turkemen war Türkisch und es ist womöglich kein Zufall, dass zahlreiche Ortsnamen Mexikos noch heute auf "tepec" (auf Türkisch "Hügel") enden, um Orte zu bezeichnen, die Anhöhen oder sogar Hügel sind. Andere zahlreiche Ortsnamen haben die Vorsilbe "teo", was auf Griechisch (theo) Gott bedeutet - die Azteken waren sehr gläubig. Darüber hinaus steht der VOLLSTÄNDIGE aztekische Wortschatz im Zusammenhang mit göttlichen Konzepten griechischer Herkunft. Ihre Tempel wurden TEOCALI genannt. Auf Griechisch bedeutet TEO = Gott und KALI = Hütte.
TEOMANIA, was auf Griechisch göttlicher Transport, göttliche Inspiration bedeutet, hatte auf Mexikanisch die Bedeutung BETRACHTEN, MEDITIEREN, BETEN. Außerdem bedeutete das Wort TEOTOCOS (auf Griechisch Mutter Gottes) in ihrer Sprache: GÖTZENDIENER. "Götzendiener", weil die Jungfrau Maria gemäß dem Dogma von Nestorius eine Sterbliche war und keinen Gott gebären konnte. Erst nach seiner Geburt, so die Nestorianer, ist Christus, als menschgewordenes Wort Gottes, zur Gottheit geworden.

Folglich war seine Mutter nicht Theotocos sondern Christotocos. Die Nestorianer waren sehr subtil, keine Hellenen sondern hellenisch geprägt ... Wörter mit der Vorsilbe TEO füllen drei volle Seiten des Wörterbuchs "Mexica-Castellano" von Molina und haben ALLE einen Zusammenhang mit dem Göttlichem. Ich habe mir daher erlaubt, diese Hypothese über zumindest einen Teil der Vorfahren der Azteken zu äußern, da sie sich bereits vor der Eroberung von Tenotchtitlán mit anderen Völkern vermischt hatten (Tolteken, Tepaneken, Chichimeken und andere).

1/. Paul RIVET, LES ORIGINES DE L'HOMME AMERICAIN, Gallimard 1957, Seiten 171 bis 176.

2/. Augustin Yañez, CRONICAS DE LA CONQUISTA, Verlag der Universidad Nacional Autonome de México, 1950, Seite 24.

3/. Fray Bernardino de Sahagún, HISTORIA GENERAL DE LAS COSAS DE LA NUEVA ESPAÑA, Mexiko 1946, Band I, Seiten 148 bis 158.

4/. Idem, Seite 629.

5/. "Häretiker", deren "Ketzerei" als Reaktion gegen die nationale Unterdrückung zu werten war, die durch die byzantinischen Kaiser im Namen der "Orthodoxie" ihrer Patriarchen erfolgte.