NL      FR      EN Museum     Kinder     Reservierungen     Online Besuch     Geschichte    
DE      ES Kakao & Co     Rezepte     Projekt     Video
 
Home
Öffnungzeiten
    Eintrittspreise
So finden Sie uns
Links
Kontakt
Presse und Media



Neuigkeiten

Länder





  Choco-Story on Facebook

Choco-Story
 
Ausstelling Die Glyphe Chocolateros Der Codices Menschenopfer
Skeletten Ursprung 1 Geld Ursprung 2 Ursprung 3 Die Geste Ursprung 4
  2) Die Glyphe "Kakao" in der Schrift der Mayas

Weshalb stellt die Glyphe "Kakao" einen Fisch dar?
Hier eine mögliche Erklärung, die Frau Tixier, eine bekannte Maya-Spezialistin aus Toulouse, Frankreich, ebenfalls vertritt.

Seit dem Tag, an dem diese Glyphe entziffert und ihr die Bedeutung "Kakao" gegeben wurde, stellt sich die Frage, weshalb sie einen Fisch darstellt.

Die Antwort auf diese Frage erhielten wir auf einer Konferenz, auf der Frau Tixier, Apothekerin und Schokoladenexpertin aus Toulouse, unter Zugrundelegung des Popol Vuh folgende Interpretation präsentierte.

Popol Vuh ist das große heilige Buch der Quiche-Mayas der Hochebenen von Guatemala.
Dieses Werk ist von großer poetischer Schönheit und erzählt die Geschichte von der Schaffung des Kosmos bis hin zur Eroberung durch die Spanier.

Die mythologische und esoterische Heldenerzählung wurde anfänglich mündlich weitergegeben, bevor sie um 1550 vom spanischen Pater Francisco Ximenez in lateinischer Schrift niedergeschrieben wurde.

Es handelt sich um ein schwieriges Schriftstück, dessen Übersetzungen nicht alle identisch sind und das Anlass zu zahlreichen Interpretationen gibt.
In einer der Episoden wird die Geschichte der ersten Zwillingsbrüder und Kinder der Gründer des Universums erzählt, die in die Unterwelt gelockt und zum Ballspiel herausgefordert werden. Die Herren dieses dunklen Ortes bestrafen sie jedoch für ihr Eindringen in ihr Reich und lassen sie enthaupten. Der Kopf von Hun Hunahpu, der Gott des Maises, wird an einen Baum, einen Kakaobaum, gehängt.


Die Tochter eines der Herren der Unterwelt erfährt davon und streichelte den reglosen Kopf ohne Körper. Wie durch Zauberei wird sie geschwängert und flieht auf die Erde, um dem Zorn ihres Vaters zu entkommen. Dort bringt sie Zwillinge, Hunahpú und Xbalanqué, zur Welt.

Die Geschwister sind fest entschlossen, ihren Vater zu rächen und steigen in die Unterwelt hinab, wo die Herren der Unterwelt sie mit dem Feuertod bestrafen. Die übrigbeleibende Asche streuen sie in einen Fluss. Fünf Tage später tauchen die Zwillinge in der Form von Fischen wieder auf und erleben zahlreiche Abenteuer, bevor sie als Sonne und Mond aufsteigen.



Abbildung der Auferstehung des Maisgottes Hun Hunahpu, der aus der Erde, als Schildkröte dargestellt, steigt.



Seine zwei Söhne, Hunahpu und Xbalanqué, stehen an seiner Seite. Die Namen der drei Götter erscheinen in Form von Glyphen.
Die Szene ist auf einem alten Keramiktopf der Mayas abgebildet.
 

Später ist in zahlreichen Schriftwerken zu lesen, das einer der beiden Brüder, Hunahpú, die Zubereitung des Kakaos erfindet.

Der Zusammenhang Kakao - Fisch geht also aus dieser Erzählung hervor. Aber gilt das auch als Begründung für die Fischform in der Glyphe der Mayas, die das Wort Kakao bedeutet?